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Umweltschutz wird groß geschrieben

- Dipl.-Ing. Wolfgang Lebender (TU Berlin; Fachbereich Umwelttechnik)
Dipl.-Ing. Wolfgang Lebender:
"ökologisch sinnvolle Alternative"
Für KEIMFARBEN hat die Freiburger Niederlassung des Ingenieurbüros Trischler & Partner einen wissenschaftlichen Produktvergleich von Silikatfarben (KEIM-Purkristalat), Dispersionssilikatfarben (KEIM-Granital) und Kunstharzdispersionsfarben angestellt. Im Gespräch mit Bautenschutz aktuell erläuterte Dipl.-Ing. Wolfgang Lebender die erstaunlichen Ergebnisse der Studie:
Bautenschutz aktuell:
Welches Datenmaterial liegt Ihrer Untersuchung zugrunde, und wie sind Sie vorgegangen?
Wolfgang Lebender:
Wir haben die Farben über den gesamten Lebenszyklus hinweg verglichen – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, den Anstrich und die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung der Farben. Für die Bewertung schädlicher Umweltauswirkungen konnten wir auf vorhandene Daten des Schweizer Umweltbundesamtes zurückgreifen. Anhand von Ökoprofilen, die wir für jedes einzelne Produkt zu Emissionen, Abwasserbelastung, Energieverbrauch, Abfallvolumen und Kohlendioxidausstoß erstellt haben, lassen sich die Umweltauswirkungen auf einen repräsentativen Zeitraum von 50 Jahren hochrechnen. Dabei treten recht überraschende Ergebnisse zutage.
Bautenschutz aktuell:
Können Sie das anhand eines Beispiels veranschaulichen?
Wolfgang Lebender:
Unsere Daten ergaben, dass beim Anstrich eines Einfamilienhauses mit KEIM-Purkristalat über einen Zeitraum von 50 Jahren gegenüber dem typischen Kunstharzdispersionsanstrich die Umweltbelastungen bedeutend geringer sind. Ein KEIM-Silikatanstrich spart annähernd 3.350 kWh Strom, 80 m³ verschmutzte Luft, 100.000 Liter Abwasser, 170 Liter Abfälle und 560 kg Klimaschädigendes Kohlendioxid ein! Die Werte sprechen bereits bei der Rohstoffherstellung für Silikatfarben, die Unterschiede werden aber dann gravierend, wenn man auch die Dauerhaftigkeit von KEIM-Purkristalat und KEIM-Granital berücksichtigt. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg kommen die Umweltvorteile der mineralischen Farben klar zum Tragen.

Bautenschutz aktuell:
Wie erklären Sie sich das?
Wolfgang Lebender:
Einer der wichtigsten Faktoren ist die Entfernung der Farben bei einer Renovierung, Kunstharzdispersionsfarben müssen nach mehreren Anstrichen aufwendig abgebeizt werden. Das Abbeizen bedingt den Einsatz von Lösungsmitteln und belastet das Abwasser erheblich. Wir haben in unserer Untersuchung auch verschiedene Abbeizverfahren getestet – mit fast den gleichen Ergebnissen. Selbst beim Heißwasserhochdruckverfahren sind die schädlichen Emissionen hoch, und da das Verfahren zusätzliche erheblich mehr Strom benötigt, kann man hier keinesfalls von einer umweltfreundlicheren Variante sprechen. Bei Silikatfarben ist eine Entfernen nicht nötig, sie lassen sich während der Putzlebensdauer mehrfach überstreichen. So fallen bei Mineralfarben wie KEIM-Purkristalat und KEIM-Granital natürlich weniger Umweltschäden an als bei den Kunstharzdispersionsfarben. Wenn man Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet, sind die silikatischen Farben eine ökologisch sinnvolle Alternative.